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Der 8. Jahrestag – Somniare

Dieses Jahr ist es das erste mal soweit. Nur noch vier Tage bis zum einundzwanzigsten, und ich sitze hier vor dem Bildschirm und mein Kopf ist leer. Ich hab keine Ahnung was ich schreiben soll. Alles scheint gesagt, geschrieben, gedacht, gefühlt. Wenn ich die Gedanken schweifen lasse lande ich automatisch bei den vergangenen 12 Monaten, und die waren recht angefüllt. Mit Reisen, mit tollen Menschen, mit vielen Fotografien. Vielleicht ist es genau das was wichtig ist. Seele und Körper knabbern aber nach wie vor an den Ereignissen. Das bleibt untrennbar mit mir verbunden. Die Wellen sind sanfter und in größeren Abständen, aber nach wie vor spürbar. Manche Tage sind extrem. Was mir auf den Keks geht sind bestimmte Gewohnheiten von denen ich mich nur schwer lösen kann. Zum Beispiel das ich all die Dinge nicht so flott umgesetzt bekomme wie ich mir das wünsche. Da darf ich noch an mir arbeiten :-)

somniare

Momentan entstehen Bilder in einem stetigen Strom. Ich drücke tatsächlich vieles was mit dem Sterben und dem Tod von Claudia im Zusammenhang steht unbewusst immer wieder durch diese Bilder aus. Das wird mir meist erst später klar, wenn ich mit einigem Abstand auf die Arbeiten schaue.

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Der 7. Jahrestag

Jahrestag… was gibt es zu berichten? Es ist wie immer eine besondere Zeit, und emotional schwierig ist sie auch. Ein Gefühlskuddelmuddel, aber das ist ja nix neues. Ich lass jetzt die kleinen, mittleren und großen Katastrophen mit denen dieses Jahr begonnen hat einfach mal weg. Nur so viel: Das verflixte siebente Jahr hat seinem Namen alle Ehre gemacht und sich voll ausgetobt. Ich sage einfach mal kurz und knapp DANKE das ich 25 Jahre mit der tollsten Frau der Welt zusammen sein durfte: Claudia. Wir werden einen großen Herzstein auf das Grab legen (danke Marion), und ein ähnlicher kleiner Herzstein (danke Andrea) kommt in die Erinnerungskiste. Was ich in den vergangenen Monaten noch besonders toll fand…

  1. Ich hab die tollsten Kinder der Welt – definitiv. Außerdem bin ich ihnen bisher selten peinlich – worüber ich sehr dankbar bin. :suspect: Bleibt immer schön „eigen.artig“.
  2. Ich hab die beklopptesten Freunde die es gibt. Danke das ihr da seid.
  3. Ich kann mich gar nicht genug über die tollen Menschen freuen die immer wieder durch die verschiedensten Anlässe in mein Leben treten und mich ein Stück begleiten. Dafür bin ich unendlich dankbar. Damit ist eigentlich alles gesagt, und alles andere eine Folge daraus  :thumb:

Die Gezeitenströme sind bald fertig, und dann (hoffentlich) auch flott als Buch erhältlich. Es wird ein quadratischer Bildband mit Gedanken, Gedichten und Geschichten, und – große Überraschung – nicht nur Arbeiten von mir enthalten, worüber ich mich besonders freue. Darüber später mehr. Das Darmkrebs Tagebuch überarbeite ich gerade auch und versuche daraus eine finale Version zu erstellen die dann auch als gedrucktes Buch und eBook erscheinen wird. Claudias Fotobuch darf deshalb noch was warten.

Etwas stilles und nachdenkliches gibt es aber doch. Den Text und die dazugehörige Arbeit findet ihr aber auf meiner Fotoseite. Ich wünsch Euch allen eine schöne Zeit.

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Ein WordPress Download Manager

Ich habe mir mal wieder ein paar Nächte um die Ohren gehauen. Das Ergebnis: Seit heute setzte ich hier einen neuen Download Manager mit dem klingenden Namen Delightful-Downloads ein.  Das gute alte Plugin Drain Hole, das mir die letzten Jahre prima Dienste geleistet hat aber schon seit längerem nicht mehr weiter entwickelt wird, geht endlich in Rente.

Falls es also beim herunterladen zu Problemen kommen sollte fänd ich ein kurze Nachricht nett :-)

Getestet habe ich einige, bin aber letztlich bei  Delightful-Downloads hängen geblieben, da es sehr schlank daher kommt und nicht so überfrachtet ist. Vielleicht liegt es daran das es ein recht neues Plugin ist. So ganz frei von Fehlern ist es auch noch nicht, aber es erfüllt seinen Zweck. Angeschaut hatte ich mir folgende Plugins, und dieses Ranking ist dabei herausgekommen:

  1. Delightful-Downloads
    Sehr schlank, sehr neu, und meine erste Wahl.
  2. Download-Monitor von Mike Jolley
    Hier hat mir gefallen das man Versionen von Dokumenten ablegen kann.
  3. Easy Digital Downloads
    Sehr gut, vor allem wenn man Downloads verkaufen möchte. Ist komplett, aber mit vielen kostenpflichtigen Plugins.
  4. WP Download Manager von WP Eden
    War mir zu schwergewichtig, kann aber alles und noch mehr. Hat auch eine Menge kostenpflichtige Plugins.

Es gibt allerdings noch unzählige andere Plugins zu dem Thema. Besonders das Thema „Shop“ hat ja in Deutschland seine ganz eigene juristische Dynamik. Falls Du auch einen genialen Downloadmanager kennst oder einsetzt würde ich das gern wissen :-)

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Wintersonne

Ich lege mich hin in diesen Strahl der Sonne. Durch die verschmutzte Scheibe wärmt das Licht. Es ist kalt. Ich schließe die Augen. Weiß, Staub. Alles ist Staub. Einige bunte Reflexe tanzen durch das gleißende Hell. Es bleibt abstrakt. Ich versuche meinen Kopf zu leeren der so voll ist von dir. Reglos liege ich da. Schwer wie Blei. Langsam dreht sich der Planet weiter, schiebt die Sonne über den Horizont. Wenn man nur lange genug still hält nimmt man Dinge wahr die einem sonst verborgen bleiben. Es ist als ob man für einen Augenblick die Ewigkeit berührt.

A silent Landscape

In meinen Träumen begegnen wir uns neu, sind jung und frei und so voller unbändiger Begeisterung und Lebensfreude. Wir bauen gemeinsam eine neue Welt und sind einfach unbeschreiblich glücklich. Grenzenlos. Es ist ein Traum, meine Liebe. Gern würde ich ein Stück vom Traum ins Leben retten. Die Bahn der Sonne zeichnet derweil unerbittlich eine Linie in das Weiß vor meinen Augen gleich einem Schlussstrich. Ich bin begrenzt. Meine Sinne bilden eine Bühne für das Theaterstück des Lebens. Ein Fenster in diese Welt. Fremde Welt.

Was bleibt, ist das Gefühl der Einsamkeit. Das Gefühl das die Welt die mich umgibt fragil ist, bei der kleinsten Berührung durch das Schicksal in sich zusammenfällt. Und ich, ich bleibe zurück. Immer wieder. Es heißt wir bauen uns unsere Welt durch unsere Gedanken und unser Handeln. Unsere Innenwelt wie unsere Außenwelt. Meine Innenwelt ist Staub. In meiner Stille spüre ich ganz leise die Worte ich liebe dich. Sie schwingen in mir ausgesprochen unausgesprochen. Langsam aber unaufhaltsam schiebt sich die Sonne rechts aus dem Bühnenbild. Die Szene leert sich. Die Worte bleiben.

Carsten Nichte – aus Gezeitenströme

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