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Herbstmorgen

Heu­te habe ich Dich wie­der besucht. Direkt nach dem Markt. Es ist ziem­lich frisch heu­te mor­gen. Aber es ver­spricht ein schö­ner Son­nen­tag zu wer­den. Der Wind rauscht durch die Bäu­me. Dein Grab ist schon etwas mit Laub bedeckt. Ich wer­de dich dem­nächst noch mit etwas Rin­den­mulch bede­cken. Und wenn es schneit, dann bekommst Du eine Decke aus fri­schen Tan­nen­zwei­gen. Wenn ich mich neben Dich knie, und mei­ne Hand auf den Grab­hü­gel lege, wer­de ich ganz ruhig, und mir kom­men die Trä­nen — ein­fach so. Ich kann Dich da unten erfüh­len. Ich ver­mis­se Dich so sehr. Ich bin so schreck­lich allei­ne und ein­sam unter all den Men­schen. Ich wün­sche mir nichts sehn­li­cher, als das sich das ändert.

Auch ver­öf­fent­licht unter: 15 Tage — Clau­di­as Darm­krebs Tage­buch

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Autor: Carsten Nichte

Hi. Ich bin Softwareentwickler, Kampfkunstlehrer, Fotograf, manchmal Autor und Betreiber dieses Blog. Hier dreht sich alles um Fotografie, Schreiben, die Kampfkunst WingTsun und den Rest meines Lebens. Ich wünsche dir viel Spaß, und auch besinnliche Momente auf meiner Webseite, und freue mich über jede Rückmeldung.

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