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Trauerwege

Da die Trauer im all­ge­mei­nen in Wel­len ver­läuft, habe ich mich dar­auf ein­ge­rich­tet. Ich ver­su­che in mei­nem Leben Glanz­punkte zu set­zen. Sei es durch Sport, tref­fen mit Freun­den, Unter­neh­mun­gen mit den Kin­dern — und zwar aus­schließ­lich nur dann, wenn ich es auch wirk­lich will.

Ich tu nur das was mir gut tut. Ich quäle mich nicht, lass mich zu nix zwin­gen, auch nicht für die Kin­der. Wenn die etwas unter­neh­men wol­len, und ich bin nicht in der Lage, dann sprin­gen wenn mög­lich Freunde ein. Meine Kids akzep­tie­ren mei­nen Zustand aber auch so weit. Sie mer­ken direkt, wenn ich nicht „gut drauf“ bin.

Soweit der Plan.

Ich bin Kampf­künst­ler, meine ganze hilf­lose Wut lasse ich beim Trai­ning — da müs­sen meine Trai­nings­part­ner dann lei­den, und ich auch. Die machen das aber gerne, sind froh, wenn sie mir hel­fen kön­nen. Dabei, und danach bin ich für ein paar Stun­den ein ande­rer Mensch. Ich kann mich dabei voll auf mich fokus­sie­ren. Das genieße ich dann. Bis ich spä­ter wie­der in ein Loch falle.

Die­ses Pen­deln zwi­schen den extre­men ist sehr anstren­gend. Es zer­reißt mich fasst. Aber dann fühle ich wenigs­tens das ich lebe, und das es sich viel­leicht doch lohnt wei­ter zu machen.

Die Besu­che am Grab brin­gen mir end­lose Ruhe und Kraft. Das hätte ich vor­her nicht gedacht.

Das ist der­zeit mein Weg

Autor: Carsten Nichte

Hi. Ich bin Softwareentwickler, Kampfkunstlehrer, Fotograf und Betreiber dieses Blog. Hier dreht sich alles um die Kampfkunst WingTsun, Fotografie und den Rest meines Lebens. Ich wünsche dir viel Spaß, und auch besinnliche Momente auf meiner Webseite, und freue mich über jede Rückmeldung.

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