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Trauerwege

Da die Trau­er im all­ge­mei­nen in Wel­len ver­läuft, habe ich mich dar­auf ein­ge­rich­tet. Ich ver­su­che in mei­nem Leben Glanz­punk­te zu set­zen. Sei es durch Sport, tref­fen mit Freun­den, Unter­neh­mun­gen mit den Kin­dern — und zwar aus­schließ­lich nur dann, wenn ich es auch wirk­lich will.

Ich tu nur das was mir gut tut. Ich quä­le mich nicht, lass mich zu nix zwin­gen, auch nicht für die Kin­der. Wenn die etwas unter­neh­men wol­len, und ich bin nicht in der Lage, dann sprin­gen wenn mög­lich Freun­de ein. Mei­ne Kids akzep­tie­ren mei­nen Zustand aber auch so weit. Sie mer­ken direkt, wenn ich nicht „gut drauf“ bin.

Soweit der Plan.

Ich bin Kampf­künst­ler, mei­ne gan­ze hilf­lo­se Wut las­se ich beim Trai­ning — da müs­sen mei­ne Trai­nings­part­ner dann lei­den, und ich auch. Die machen das aber ger­ne, sind froh, wenn sie mir hel­fen kön­nen. Dabei, und danach bin ich für ein paar Stun­den ein ande­rer Mensch. Ich kann mich dabei voll auf mich fokus­sie­ren. Das genie­ße ich dann. Bis ich spä­ter wie­der in ein Loch fal­le.

Die­ses Pen­deln zwi­schen den extre­men ist sehr anstren­gend. Es zer­reißt mich fasst. Aber dann füh­le ich wenigs­tens das ich lebe, und das es sich viel­leicht doch lohnt wei­ter zu machen.

Die Besu­che am Grab brin­gen mir end­lo­se Ruhe und Kraft. Das hät­te ich vor­her nicht gedacht.

Das ist der­zeit mein Weg

Auch ver­öf­fent­licht unter: 15 Tage — Clau­di­as Darm­krebs Tage­buch

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Autor: Carsten Nichte

Hi. Ich bin Softwareentwickler, Kampfkunstlehrer, Fotograf, manchmal Autor und Betreiber dieses Blog. Hier dreht sich alles um Fotografie, Schreiben, die Kampfkunst WingTsun und den Rest meines Lebens. Ich wünsche dir viel Spaß, und auch besinnliche Momente auf meiner Webseite, und freue mich über jede Rückmeldung.

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