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Traum (2)

Ich habe heu­te von einer Frau geträumt, die saß ganz allei­ne und reg­los auf einem Platz vor einem Gebäu­de und betrach­te­te es. Sie hat­te blon­de kur­ze Haa­re, aber es war nicht Clau­dia. Ich glau­be auf dem Platz gin­gen sogar Leu­te vor­bei. Es war aber merk­wür­dig still. Ich sah nur ihren Rücken weil ich mich irgend­wo in eini­gem Abstand hin­ter ihr befand. Das Gebäu­de war groß­flä­chig ver­glast, so wie das bei Büro­ge­bäu­den manch­mal der Fall ist. In die­ser Ver­gla­sung spie­gel­te sie sich klar und deut­lich, so das ich sie doch von vor­ne betrach­ten konn­te. Sie erin­ner­te mich irgend­wie an die Schau­spie­le­rin Meg Ryan oder so, und saß ganz ruhig und still auf auf ihren Kni­en. Ich wuss­te zunächst nichts mit die­sem Anblick anzu­fan­gen, hielt das Gan­ze für eine Sze­ne aus einem Film. Im Spie­gel­bild saß ein Mann neben ihr, und lehn­te sei­nen Kopf an ihre Schul­ter. Als ich das erkann­te erfüll­te mich lang­sam eine gro­ße Trau­rig­keit und ich fing an zu wei­nen. Dann bin ich auf­ge­wacht, und war sehr, sehr trau­rig.

(Aus Darm­krebs Tage­buch)

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Autor: Carsten Nichte

Hi. Ich bin Softwareentwickler, Kampfkunstlehrer, Fotograf, manchmal Autor und Betreiber dieses Blog. Hier dreht sich alles um Fotografie, Schreiben, die Kampfkunst WingTsun und den Rest meines Lebens. Ich wünsche dir viel Spaß, und auch besinnliche Momente auf meiner Webseite, und freue mich über jede Rückmeldung.

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