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Wege zu dir

1011 Schrit­te füh­ren mich zu dei­nem Grab. Bei jedem Schritt ver­än­dert sich mein Bewusst­sein. Der All­tag tritt in den Hin­ter­grund, und mei­ne Gedan­ken rich­ten sich auf dich, und ich wer­de ganz ruhig, je näher ich kom­me. Aber in letz­ter Zeit ist etwas anders gewor­den. Ich will schau­en ob alles in Ord­nung ist. Die­se Befürch­tung, das dein Grab wie­der „heim­ge­sucht“ wor­den ist, steht im Vor­der­grund und beun­ru­higt mich. Die Ruhe, und den Frie­den den ich hier immer gefun­den habe emp­fin­de ich als zutiefst gestört. Ich hof­fe, das die­ser Zustand ver­geht.

Wir woll­ten zu Weih­nach­ten eini­ge Andenken und Geschen­ke auf dei­nem Grab abstel­len, damit sie dir nahe sind. Aber jetzt kön­nen wir das nicht mehr. Statt des­sen wer­den wir Bil­der davon auf dein Grab stel­len — das ist natür­lich emo­tio­nal und von der Ver­bun­den­heit her nicht das sel­be. Das spü­ren die Kin­der und ich. Und das alles haben wir die­sem unbe­kann­ten, cha­rak­ter­lo­sen Arsch zu ver­dan­ken, das den Hund natür­lich bis heu­te nicht zurück­ge­bracht hat, geschwei­ge denn den Engel. Ver­mut­lich liegt der Hund schon irgend­wo in einer Müll­ton­ne, weil die Mecha­nik zum auf­zie­hen ja nicht mehr so funk­tio­nier­te. Ich könn­te kot­zen über soviel Respekt­lo­sig­keit.

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Autor: Carsten Nichte

Hi. Ich bin Softwareentwickler, Kampfkunstlehrer, Fotograf, manchmal Autor und Betreiber dieses Blog. Hier dreht sich alles um Fotografie, Schreiben, die Kampfkunst WingTsun und den Rest meines Lebens. Ich wünsche dir viel Spaß, und auch besinnliche Momente auf meiner Webseite, und freue mich über jede Rückmeldung.

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