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Tagtraum

Heu­te habe ich dich ster­ben sehen. Ich erle­be die­se letz­ten Minu­ten immer wie­der, dei­ne letz­ten Atem­zü­ge, wie in einem Wachtraum, mit­ten am Tag. Alles wirkt real und inten­siv vor mei­nem inne­ren Auge, und ich bin ganz nah bei dir. Instink­tiv höre ich mit dir auf zu atmen. Aber das Leben zwingt mich Luft zu holen. Mei­ne Zeit ist noch nicht gekom­men.

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Die­se Mon­ta­ge ist spon­tan, aus dem Gefühl her­aus ent­stan­den, 15 Minu­ten vor der Ver­öf­fent­li­chung. Zwei Moment­auf­nah­men mit der Web­cam, mon­tiert und ver­frem­det. Ich habe so ver­sucht die rei­nen Gefüh­le die­ses Augen­blicks zu extra­hie­ren.

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Autor: Carsten Nichte

Hi. Ich bin Softwareentwickler, Kampfkunstlehrer, Fotograf, manchmal Autor und Betreiber dieses Blog. Hier dreht sich alles um Fotografie, Schreiben, die Kampfkunst WingTsun und den Rest meines Lebens. Ich wünsche dir viel Spaß, und auch besinnliche Momente auf meiner Webseite, und freue mich über jede Rückmeldung.

2 Kommentare

  1. Angelika A.

    07/07/2008 @ 10:43

    Trau­rig­keit holt einen immer wie­der ein. Manch­mal ist sie so stark, dass sie einen ver­schlu­cken möch­te — um uns spä­ter wie­der aus­zu­spu­cken.
    Alles ist leer, farb­los und unbe­deu­tend.
    Irgend­wann — plötz­lich, ein kl. Farb­kleks. So win­zig, dass man acht geben muß, ihn über­haupt zu sehen. Er kit­zelt im Bauch. Nur für einen Bruch­teil einer Sekun­de. Das Leben mel­det sich.
    Alles braucht sei­ne Zeit und sei­ne Beach­tung. Auch die Trau­er. Sie wird nicht weni­ger — du lernst nur, mit ihr umzu­ge­hen. In dei­nem Ruck­sack ist sie immer dabei. Neben den Erin­ne­run­gen und den neu­en Erfah­run­gen.
    Wenn es Zeit dafür ist, wer­den die Schat­ten klei­ner.…

    Dein Bild drückt gro­ße See­len­not aus. Ich schi­cke dir etwas gol­de­nes Licht, um sie zu wär­men.
    lg Ange­li­ka

    Antworten
  2. Hal­lo Ange­li­ka, dan­ke für das gol­de­ne Licht. Wenn ich mir das Bild jetzt, wo eini­ge Tage ver­gan­gen sind, anschaue, erschreckt es mich rich­tig es zu sehen.

    Bei mir mel­det sich das Leben ab und an auch schon. Es sind halt immer wie­der bestimm­te Momen­te im Leben, die mit abso­lu­ter schwär­ze und tie­fer Trau­rig­keit gefüllt sind. Wo der unglaub­li­che, eigent­lich uner­träg­li­che Ver­lust sehr prä­sent ist. Wenn man die­ses öde Tal durch­schrit­ten hat, kommt man wie­der auf eine Hügel auf dem die Son­ne scheint, und von dem man einen wun­der­ba­ren Aus­blick auf blü­hen­de Land­schaf­ten genießt.

    Dan­ke für dei­nen Kom­men­tar. Lie­be Grü­ße — Cars­ten

    Antworten

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