Letztens ist mir dieses Foto meiner Süßen mal wieder in die Hände gefallen. Es ist eines meiner Lieblingsfotos. Ich habe es mir ganz lange angeschaut, und versucht mir über meine Gefühle und Gedanken klar zu werden. Ich habe festgestellt, das ich in diesen Tagen sehr, sehr viel Abstand von ihr habe. Das es irgendwie nur noch ein Foto von einem Menschen ist, und alles was diesen Menschen in meiner Erinnerung lebendig macht, und was ich so sehr geliebt habe, weit, weit weg ist… fast abstrakt. Das Leben hat mich offensichtlich wieder eingeholt. Ich weis nicht, ob ich traurig darüber sein soll, oder froh.
Tag 567, ein paar Tage später: Ich bin gerade auf dem Weg nach Refrath in meine WT-Schule, und lasse meine Gedanken schweifen. Kurz bevor ich an unserer Tanzschule vorbeifahre, scheint die Zeit plötzlich langsamer zu laufen. Wie in Zeitlupe kommt das Schild der Schule auf mich zu, und die Vergangenheit ist mir auf einmal wieder ganz nah: 1984. Im Radio läuft gerade „Against all odds“ von Phil Collins… interpretiert von Mariah Carey: „Theres just an empty space, theres nothing left here to remind me, just the memory of your face…“, singt sie. Ich sehe uns ausgelassen und Arm in Arm die Stufen zum Eingang herabsteigen, uns tanzend im Kreis wirbeln, total verliebt. Ich spüre einen kleinen Stich im Herzen, eine tiefe Traurigkeit umfängt mich, dann bin ich auch schon vorbei, und hinter der nächsten Kurve verschwunden. Ich fahre jede Woche ein paar mal an dieser Stelle vorbei, und auf einmal erlebe ich so ne melancholische Rückblende. Ist schon komisch.
22/04/2009 @ 22:49
Hallo Carsten,
Dich und Deinen Blog lernte ich kennen als ich auf der Suche nach WT Blogs war, habe mir Dein eBook heruntergeladen und war tief bewegt als ich Deine Geschichte las. Seitdem war ich Deine Seite öfter mal besuchen und habe Deinen Blog in folgendem Beitrag vorgestellt: (Blog ist umgezogen)
Gruss
Micha