Der zweite Jahrestag… er ist jetzt nicht mehr sooo dramatisch, und mir gehts ganz gut, eigentlich. Aber es ist schon eine sehr besondere Zeit, und ein besonderer Tag für mich. Mit Erinnerungen und ein wenig Schwermut verbunden. Eine Zeit, in der viele Dinge ruhen. Das heißt auch mal traurig zu sein — klar — und Bilanz zu ziehen. Nach hinten und nach vorne schauen, aber auch um mich herum. Ich sehe dort alte und neue Freunde. Vieles hat sich positiv verändert, aber es bleibt auch noch viel zu tun.
Der Weg, der hinter mir liegt… Ich denke es ist gar nicht wichtig was, und wieviel wir gesehen haben, wo wir waren und welcher Weg es letztlich war. Es ist wichtig wie wir ihn gegangen sind, wie wir die Dinge gesehen haben, und was wir letztlich daraus machen.
Vor ein paar Monaten habe ich eine Nachricht von einer Krankenschwester erhalten, die damals in der Endoskopie gearbeitet hatte, und auch Claudias Darmspiegelung beiwohnte. Sie erzählte mir, das im EVK niemals zuvor eine solche Diagnose gestellt worden war. Das erklärt mir im Nachhinein viele Dinge, die im Krankenhaus abliefen.
Das Leben fühlt sich schon wieder recht „normal“ an. Der abrupte, plötzliche und sehr schmerzhafte Abschied von meiner letzten Liebe hat mir weiteren Abstand gebracht. Ich habe wieder eine Anzeige für die Tageszeitung vorbereitet, ein Video geschnitten, und einen kleinen Text zusammen gestellt. Der Jahrestag wird immer etwas besonders für mich / uns sein.