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Bücher über das Leben

Es gibt für mich jetzt drei Bücher, die aus meinem Leben nicht mehr weg zu denken sind. Sie sind mir eine stetige Erinnerung daran, das ich nicht nur jemanden in meinem Leben verloren habe der mir sehr wichtig war, sondern auch das ich durch all die schlimmen Ereignisse auch etwas in meinem Leben gewonnen habe, etwas das mein Leben ungemein bereichert. Das sind meine Bücher:

  • Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben, von Sogyal Rinpoche
  • Die Einladung, von Oriah Mountain Dreamer
  • Briefe an einen jungen Dichter, von Rainer Maria Rilke

Spannend und bemerkenswert ist, für mich zu erkennen das ich mich nicht verändert habe, weil ich diese Bücher gelesen habe, und daraufhin die dort beschriebenen Wege bewusst gegangen bin. Sondern das sich durch die durchlebte, traumatische, schwere Krise meine Seele intuitiv auf diese Reise begeben hat, sich Perspektive und Wahrnehmung – mein Blick auf die Welt – aus mir selbst heraus verändert haben. Das ich meinen Weg, meine Wahrnehmung, und meine bescheidenen Erkenntnisse in diesen Büchern – viel universeller und weitreichender gefasst – aufgeschrieben finde, zeigt mir das es eine Art universelle Kraft gibt, die einen dorthin – auf diesen Weg – bringt, wenn man es zulässt. Und es zeigt mir, das ich mit meinen Gefühlen nicht alleine bin. Eine Freundin hat damals zu mir gesagt, ich befände mich jetzt – angestoßen durch deinen Tod – auf meiner spirituellen Reise… scheint wohl so etwas in der Art zu sein.

Im Grunde erscheinen viele der Dinge die in diesen Büchern geschrieben stehen recht trivial, und logisch. Aber unser Leben, das Leben in der Gesellschaft in der wir aufwachsen, verstellt uns oft durch seine Regeln, und Normen den Blick, auf das Wesentliche. Das war bei mir nicht anders. Erst der komplette, erzwungene, schmerzhafte Ausstieg aus meiner alten Er(lebenswelt), ermöglichte mir den freieren Blick nach innen, und nach außen.

Ich glaube aber nicht, das sich ein Mensch vollständig verändern kann. Alles ist bereits in uns angelegt, aber in bestimmter Art und Weise gewichtet. Diese Gewichtung verschiebt sich – bei mir war es eher ein Erdrutsch, und ruft bis dahin tief verborgene Eigenschaften und Sichtweisen in uns wach, und andere, die unser Leben bis zu diesem Punkt dominiert haben, treten in den Hintergrund. Aber ich glaube, man muss auch bereit da zu sein, es wollen, und zulassen. Am Alten zu klammern verursacht diesen Schmerz. Leben zu lernen, bedeutet loslassen zu lernen. Leben zu lernen, bedeutet lieben zu lernen. Das ist alles.

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Autor: Carsten Nichte

Hi. Ich bin Softwareentwickler, Kampfkunstlehrer, Fotograf, manchmal Autor und Betreiber dieses Blog. Hier dreht sich alles um Fotografie, Schreiben, die Kampfkunst WingTsun und den Rest meines Lebens. Ich wünsche dir viel Spaß, und auch besinnliche Momente auf meiner Webseite, und freue mich über jede Rückmeldung.

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