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Fotografisch sehen

In der letz­ten Woche habe ich das erste Foto­se­mi­nar mei­nes Lebens besucht. Ich habe in den letz­ten Mona­ten lange nach einem geeig­ne­ten Semi­nar gesucht. Es sollte mich inspi­rie­ren und anre­gen. Ich wollte keine tro­ckene Wis­sens– und Fak­ten­ver­mitt­lung die ich in jedem Buch finde, und meine Kamera wollte ich auch nicht ken­nen ler­nen. Ich wollte auch kein the­ma­tisch ein­ge­schränk­tes Semi­nar der Marke „Portrait-Shooting“, oder Akt-Shooting. Der Markt ist vol­ler sol­cher Semi­nare. Ich wollte über­haupt kein „Shoo­ting“, son­dern foto­gra­fie­ren. Was mir vor­schwebte war ein Semi­nar, das die Sinne anspricht, die Intui­tion und das Gefühl, in dem ich Zeit habe mich mit mir, und mei­ner Art zu foto­gra­fie­ren, aus­ein­an­der zu set­zen, mei­nen Hori­zont in viel­fäl­ti­ger Weise zu erwei­tern, und mich so wei­ter zu entwickeln.

Fün­dig gewor­den bin ich mehr durch Zufall bei Michael Gnade, und sei­nem Semi­nar „Foto­gra­fisch sehen“. Span­nend fand ich, das er nicht Foto­graf, son­dern in ers­ter Linie Künst­ler ist, was mich instink­tiv ange­spro­chen hat.

Michael Gnade ver­sucht einem die Essenz und den Kern der Foto­gra­fie nahe zu brin­gen, und ver­mit­telt dabei seine ganz eigene Sich­weise auf die Dinge. Was man dar­aus macht, und wie man es macht ist letzt­lich jedem sel­ber über­las­sen. Die­ses Wis­sen spru­delt aber nicht nach Lehr­plan, son­dern wird oft fast bei­läu­fig in Gesprä­chen trans­por­tiert. Zum Bei­spiel wird über die Wir­kung von Far­ben, Farb­kon­tras­ten und Per­spek­ti­ven gere­det, als es sich beim betrach­ten eines Fotos ergibt.

Für mich war das Semi­nar ein­fach mal „Ruhe, Zeit und Muße zum foto­gra­fie­ren zu haben“. Wir waren in Düs­sel­dorf, Urden­ba­cher Kämpe, der Stadt Zons, und im Ate­lier Gnade. Es waren sehr inten­sive, viel­sei­tige und for­dernde Tage, mit sehr viel Zeit und Raum für das Foto­gra­fie­ren. Michael Gnade hat immer wie­der Auf­ga­ben­stel­lun­gen, Tips und Anre­gun­gen gege­ben. Es war aber auch Zeit sich ein­fach trei­ben zu las­sen, und sich umzu­schauen. Die­ses Semi­nar ist kein durch­struk­tu­rier­tes Event mit fes­tem Lehr­plan — zumin­dest erscheint es so, aber gerade das macht es für mich so sym­pha­tisch. Den­noch gibt es natür­lich einen Plan, und eine Struk­tur. Alles in allem war es eine sehr inten­sive und berei­chernde Zeit die mich ins­ge­samt wei­ter, wenn nicht gar auf einen neuen Weg, gebracht hat und in der neue Freund­schaf­ten ent­stan­den sind. Danke dafür. :thumb:

Autor: Carsten Nichte

Hi. Ich bin Softwareentwickler, Kampfkunstlehrer, Fotograf und Betreiber dieses Blog. Hier dreht sich alles um die Kampfkunst WingTsun, Fotografie und den Rest meines Lebens. Ich wünsche dir viel Spaß, und auch besinnliche Momente auf meiner Webseite, und freue mich über jede Rückmeldung.

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