Artikelformat

Portraitfotografie mit Barbara

Heu­te habe ich mich Rich­tung Süden auf­ge­macht um mit Bar­ba­ra zu foto­gra­fie­ren. Wir pla­nen drei Orte zu besu­chen, und ver­schie­de­ne Out­fits zu benut­zen. Bar­ba­ra hat zwei davon am Vor­abend extra ange­fer­tigt. Das eine ist aus einer Ret­tungs­de­cke geschnei­dert, und das ande­re aus Res­ten von Teich­fo­lie. Dazu packen wir noch einen schwar­zen Man­tel, ihren Lieb­lings­zy­lin­der, Schu­he, einen sil­ber­nen Schirm aus ihrem Fun­dus. So aus­ge­rüs­tet zie­hen wir los.


Unser ers­tes Ziel ist die Uni­ver­si­tät im Zen­trum von Frei­burg. Dort machen wir die ers­ten War­mup- Fotos, und set­zen Bar­ba­ra in kom­plett sil­ber­nem Out­fit in Sze­ne. Das ist so auf­fäl­lig, das vor­bei eilen­de Stu­den­ten­grup­pen spon­tan ihre Han­dys zücken um Fotos von uns zu machen :-) …Kurz nach 13 Uhr müs­sen wir aller­dings gehen, da die Uni schließt. Scha­de, denn wir haben noch eini­ge Ide­en. Da wir mitt­ler­wei­le hung­rig sind zie­hen wir uns kurz eine Piz­za rein, und steu­ern dann sofort das nächs­te Ziel an um das Licht aus­zu­nut­zen: Eine Unter­füh­rung im Zen­trum, deren Wän­de voll mit tol­len Graf­fi­ti sind. Hier ent­ste­hen die nächs­ten Auf­nah­men. Dann fah­ren wir erst­mal zum Basis­la­ger zurück um die Fotos zu sichern und sich­ten, und — viel wich­ti­ger — dabei etwas lecke­ren Käse­ku­chen zu essen und ne Tas­se Kaf­fee zu trin­ken.
Bevor wir voll­ends als Kaf­fee­tan­ten enden raf­fen wir unse­re müden Glie­der noch­mals auf und zie­hen los, um die blaue Stun­de zu nut­zen. Zunächst besu­chen wir spon­tan das Hol­bein Pferd für ein paar Auf­nah­men, ver­wei­len dort aber nur kurz. An einer Auf­fahrt zu einer Bun­des­stra­ße wol­len wir noch eine Loca­ti­on sich­ten, die mir auf der Fahrt auf­ge­fal­len ist. Nach eini­gem expe­ri­men­tie­ren stellt sich her­aus, das sich das Bild, das ich im Kopf hat­te so nicht umsetz­ten lässt. Wäh­rend die Son­ne immer schnel­ler schwin­det machen wir noch flott ein paar Por­traits, und lich­ten auch das Teich­fo­li­en­kleid ab. Hier wür­de ich ger­ne in Ruhe noch mehr Zeit ver­brin­gen, um ein paar Ide­en zu ent­wi­ckeln. Mitt­ler­wei­le bin ich aber 14 Stun­den auf den Bei­nen, und kann irgend­wie nicht mehr. Trotz­dem wür­de ich ger­ne noch wei­ter machen. Irgend­wie ist am Ende immer zu wenig Zeit, egal wie viel man sich nimmt :-D

Zwei Din­ge sind heu­te neu zum Ein­satz gekom­men: Ein ent­fes­sel­ter Blitz mit Funk­aus­lö­ser, und mei­ne klei­ne Klapp­lei­ter, die ich ges­tern erst besorgt habe :-)

Entfesselt blitzen

Was ist beim ent­fes­sel­ten Blit­zen toll?
Das man unab­hän­gig vom Stand der Son­ne auf­hel­len und Akzen­te set­zen kann. Oft reicht die wei­te der Arme dazu, für mehr Frei­raum benö­tigt man aller­dings ein Sta­tiv für den Blitz, oder einen Beglei­ter der das Licht betreut. Ich arbei­te nicht so ger­ne mit Sta­ti­ven und Blitz­an­la­gen — in ihrer per­fek­tes­ten Form spricht man von mobi­len Foto­stu­di­os — da ich beweg­lich sein will, und viel­leicht auch zu faul das gan­ze Zeug zu schlep­pen, auf und abzu­bau­en und ein­zu­rich­ten — das bedeu­tet ja auch immer weni­ger Zeit um Fotos zu machen, und das schmeckt mir nicht.

Was ist beim ent­fes­sel­ten Blit­zen blö­de?
Man kann TTL nicht benut­zen, und alles wird manu­ell ein­ge­stellt. Abhil­fe für die­se Pro­ble­me schafft ggfs. ein lan­ges Blitz­ka­bel, man ist dann aber auf einen Blitz beschränkt. Die Blitz­stär­ke am Blitz ist nur ein klei­nem, und nie­mals aus­rei­chen­dem Maße ein­stell­bar.… Die Ver­schluss­zeit muss zwi­schen 1/60 und 1/250 sec lie­gen, damit sie mit dem Blitz syn­chron ist. Ent­spre­chend muss man die Blen­de mehr schlie­ßen als man viel­leicht will, um gut belich­te­te Fotos zu bekom­men. Gro­ße Blen­den­öff­nun­gen zum Frei­stel­len des Moti­ves vor dem Hin­ter­grund erschwert das am Tag natür­lich unge­mein. Außer­dem bringt so ein Blitz eine wei­te­re Farb­tem­pe­ra­tur in Spiel. Das kann man nach­träg­lich zwar kor­ri­gie­ren wenn man mag, oder man nutzt es krea­tiv… ich zäh­le das hier aber mal als Nach­teil :-)

Klappleiter für Fotografen

Was ist an der Lei­ter toll?
Sie ist leicht, und kom­pakt. Man kann drauf klet­tern um neue Per­spek­ti­ven zu erlan­gen. Sie lässt sich aber auch pri­ma zum sit­zen benut­zen, oder als Abla­ge — aber bit­te kei­ne Objek­ti­ve oder Kame­ras dar­auf able­gen ;-)

Was ist an der Lei­ter doof?
Wie­der ein Teil mehr zum schlep­pen.

Soweit mei­ne Erkennt­nis­se für die­sen Tag, der alles in allem 23 Stun­den :tired:  gedau­ert hat weil ich es nach der Heim­fahrt nicht unter­las­sen konn­te noch gleich die Daten zu sichern, zu sich­ten und wenigs­tens ein paar arbei­ten schon mal zu anfäng­lich bear­bei­ten.

Das war ein sehr inten­si­ver, geni­al schö­ner Shoo­ting­tag mit Bar­ba­ra! Dan­ke dafür.  :thumb:

Magst Du den Arti­kel bewer­ten?

Es gibt noch kei­ne Bewer­tun­gen

Autor: Carsten Nichte

Hi. Ich bin Softwareentwickler, Kampfkunstlehrer, Fotograf, manchmal Autor und Betreiber dieses Blog. Hier dreht sich alles um Fotografie, Schreiben, die Kampfkunst WingTsun und den Rest meines Lebens. Ich wünsche dir viel Spaß, und auch besinnliche Momente auf meiner Webseite, und freue mich über jede Rückmeldung.

Kommentare sind geschlossen.