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Fünf Jahre bloggen: Ein Jubiläum

Ich hät­te nie­mals gedacht, das ich die­ses Blog so lan­ge füh­ren wür­de, und das es mir nach 176 Arti­keln immer noch Spaß macht. Aus die­sem Grund schrei­be ich heu­te aus­nahms­wei­se mal einen klei­nen Arti­kel über das Blog­gen sel­ber.

Ich betrei­be ja schon seit ewi­gen Zei­ten eine Web­sei­te — ich glau­be im Jahr 1994 habe ich damit ange­fan­gen. Ganz frü­her war es eine rein sta­ti­sche Web­page die zuge­ge­ben schreck­lich aus­sah, was aber durch­aus im Rah­men der dama­li­gen tech­ni­schen und gestal­te­ri­schen Mög­lich­kei­ten war. Anfang 2000 wur­de mei­ne Web­prä­senz dyna­misch auf Grund­la­ge eines selbst­ent­wi­ckel­ten Con­tent-Manage­ment Sys­tems, mit dem ich auf ein­fa­che Art Inhalt vom Design trenn­te, und mehr­spra­chi­ge, dyna­mi­sche Inhal­te ermög­lich­te — und das ganz ohne Daten­bank. Letzt­lich habe ich im Jahr 2007 das CMS zum Blog auf­ge­bohrt. Die selbst ent­wi­ckel­te Blog-Soft­ware, lässt sich noch hier bewun­dern.

Begon­nen habe ich mit dem Blog­gen also im Som­mer 2007 aus unglaub­lich trau­ri­gen Grün­den, auf Basis die­ser selbst­ent­wick­le­ten Soft­ware. Die Wei­ter­ent­wick­lung und Pfle­ge wur­de mir aber dann zu viel.

Die Auswahl des CMS

Letz­tes Jahr habe ich aus Zeit­grün­den auf eine Stan­dard­kom­po­nen­te umge­stellt, näm­lich Wor­d­Press. Ich woll­te mich halt aufs Inhal­te erstel­len kon­zen­trie­ren, und nicht mehr auf das Ent­wi­ckeln von Soft­ware. Dazu habe ich ver­schie­de­ne Con­tent-Manage­ment-Sys­te­me getes­tet. Zur Aus­wahl stan­den fol­gen­de Sys­te­me:

Hier mal ein Arti­kel der eini­ge Unter­schie­de gra­fisch gegen­über­stellt.

Alle Sys­te­me sind pri­ma und haben ihre eige­nen Stär­ken und Schwä­chen. Eines muss man fest­hal­ten: Ein rei­nes CMS ist nicht so gut als Blog ver­wend­bar. Ein klas­si­sches CMS hat ande­re Auf­ga­ben als ein Blog… man könn­te ein Blog auch als ein spe­zia­li­sier­tes CMS betrach­ten. Die Unter­schie­de sind nicht so ohne wei­te­res abgrenz­bar. Ein CMS bie­tet mäch­ti­ge Werk­zeu­ge zum ver­wal­ten sta­ti­scher Sei­ten in meh­re­ren Spra­chen. Ein klas­si­sches Blog ist eher durch eine Lis­te von Arti­keln gekenn­zeich­net, die kom­men­tiert wer­den kön­nen. Die­se Lis­te bil­det die Start­sei­te, und wird in Pra­xis von meh­ren sta­ti­schen Sei­ten ergänzt.

Was waren also damals mei­ne Ent­schei­dungs­grund­la­gen: Mei­ne Web­sei­te besteht aus rund 36 sta­ti­schen Sei­ten, und einer fort­lau­fen­den Lis­te mit (damals) 100 Arti­keln, Ten­denz stei­gend. Ich benö­ti­ge einen Down­load-Mana­ger da ich auch Datei­en zum her­un­ter­la­den anbie­te, und eine Gale­rie­funk­ti­on, da ich vie­le Fotos prä­sen­tie­ren möch­te. Mein Anfor­de­run­gen waren also: Ich möch­te eine klei­ne Web­sei­te mit sta­ti­schen Sei­ten, in der ich ein Blog betrei­ben kann. Es muss sich ein­fach ver­wal­ten und fle­xi­bel erwei­tern las­sen kön­nen. Am schöns­ten wäre, wenn es sehr viel (kosten)freie Kom­po­nen­ten zum erwei­tern geben wür­de. Dru­pal und Typo3 waren ein­fach ein paar Num­mern zu groß. Aus­ser­dem bin ich über­all nur auf kom­erzi­el­le Erwei­te­run­gen gesto­ßen. Ich habe mir jedes der in Fra­ge kom­men­den Sys­te­me instal­liert, und getes­tet:

  • Wie zügig geht die Instal­la­ti­on?
  • Wie schnell kann ich auch ohne das Hand­buch gele­sen zu haben eine Sei­ten­struk­tur erzeu­gen?
  • Wie füh­re ich ein Blog in die­sem Umfeld?
  • Wie intui­tiv ist die Bedie­nung des Sys­tems?
  • Gibt es auch freie Tem­pla­tes und Plug­ins?

Ohne auf die wei­te­ren Details ein­zu­ge­hen erfüll­te Wor­d­Press mei­ne Anfor­de­run­gen am bes­ten.

WordPress also…

Was man noch benö­tigt ist PHP 5 und eine MyS­QL Daten­bank. All das war bei mei­nem Web­hos­ting­pa­ket schon vor­han­den.

Wor­d­Press ist wirk­lich extrem flott instal­liert, und man kann sofort mit dem schrei­ben, bzw. migrie­ren der Daten aus dem Alt­sys­tem begin­nen, was im mei­nem Fall bedeu­tet alle Arti­kel und Sei­ten manu­ell zu über­tra­gen. Die Sei­ten habe ich bei der Gele­gen­heit gleich neu struk­tu­riert, und die Inhal­te gestrafft was ein paar Tage gedau­ert hat. Damit war ich dann erst­mal fer­tig. Was mich auf Anhieb an Wor­d­Press begeis­tert hat war die Schnel­lig­keit mit der man sich in das Sys­tem ein­ge­ar­bei­tet hat. Ich war qua­si aus dem Stand in der Lage Inhal­te zu pro­du­zie­ren.

Mit der Ein­füh­rung einer neu­en Soft­ware kom­men jedoch auch ganz neue Her­aus­for­de­run­gen auf einen zu, das man auf­pas­sen muss das die gewon­ne­ne Zeit nicht wie­der auf­ge­fres­sen wird. Über die­se und ande­re Her­aus­for­de­run­gen beim Instal­lie­ren und Betrei­ben eines Web­logs — und weil ein­fach jeder Blog­ger drü­ber mal berich­tet haben muss — wer­de ich in die­ser klei­nen sechs­tei­li­gen Serie berich­ten…

In der nächs­ten Fol­ge wer­den wir sehen, das man auch mit Wor­d­Press schnell an Gren­zen sto­ßen kann, die sich aber umge­hen las­sen.

Weitere Artikel der Serie

  1. Fünf Jah­re blog­gen: Ein Jubi­lä­um
  2. Ein Hard­ware-Upgrade für Wor­d­press
  3. 23 Plug­ins für Wor­d­press
  4. The­mes — ein Kleid für Wor­d­press
  5. Wie wird mein Blog bekannt?
  6. Fazit und Aus­blick auf das Blog­gen mit Wor­d­press

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Autor: Carsten Nichte

Hi. Ich bin Softwareentwickler, Kampfkunstlehrer, Fotograf, manchmal Autor und Betreiber dieses Blog. Hier dreht sich alles um Fotografie, Schreiben, die Kampfkunst WingTsun und den Rest meines Lebens. Ich wünsche dir viel Spaß, und auch besinnliche Momente auf meiner Webseite, und freue mich über jede Rückmeldung.

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