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Der 8. Jahrestag – Somniare

Dieses Jahr ist es das erste mal soweit. Nur noch vier Tage bis zum einundzwanzigsten, und ich sitze hier vor dem Bildschirm und mein Kopf ist leer. Ich hab keine Ahnung was ich schreiben soll. Alles scheint gesagt, geschrieben, gedacht, gefühlt. Wenn ich die Gedanken schweifen lasse lande ich automatisch bei den vergangenen 12 Monaten, und die waren recht angefüllt. Mit Reisen, mit tollen Menschen, mit vielen Fotografien. Vielleicht ist es genau das was wichtig ist. Seele und Körper knabbern aber nach wie vor an den Ereignissen. Das bleibt untrennbar mit mir verbunden. Die Wellen sind sanfter und in größeren Abständen, aber nach wie vor spürbar. Manche Tage sind extrem. Was mir auf den Keks geht sind bestimmte Gewohnheiten von denen ich mich nur schwer lösen kann. Zum Beispiel das ich all die Dinge nicht so flott umgesetzt bekomme wie ich mir das wünsche. Da darf ich noch an mir arbeiten :-)

somniare

Momentan entstehen Bilder in einem stetigen Strom. Ich drücke tatsächlich vieles was mit dem Sterben und dem Tod von Claudia im Zusammenhang steht unbewusst immer wieder durch diese Bilder aus. Das wird mir meist erst später klar, wenn ich mit einigem Abstand auf die Arbeiten schaue.

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Bewertung 5 Sterne aus 3 Meinungen

Autor: Carsten Nichte

Hi. Ich bin Softwareentwickler, Kampfkunstlehrer, Fotograf, manchmal Autor und Betreiber dieses Blog. Hier dreht sich alles um Fotografie, Schreiben, die Kampfkunst WingTsun und den Rest meines Lebens. Ich wünsche dir viel Spaß, und auch besinnliche Momente auf meiner Webseite, und freue mich über jede Rückmeldung.

3 Kommentare

  1. Lieber Carsten, ab und an streife ich durch deine Seite. Das Tagebuch von Claudia macht mich immer sehr betroffen und scheigsam und gleichzeitig finde ich es unglaublich toll das du es geschrieben hast. So wenig Menschen können wirklich nachvollziehen wie es ist einen geliebten Menschen loszulassen. Ich möchste nicht gehen ohne ein­fach zu sagen — Claudia ist nicht vergessen.

    Viele liebe Grüße und ein Licht
    Claudia

    Antworten
    • Hallo Claudia, lieben Dank für dein Feedback. Ich freu mich immer wenn diese Seite Menschen erreicht. Das Tagebuch beschäftigt mich auch heute nach all den Jahren noch. Auch wenn die Ereignisse nun schon echt lange zurück liegen und der Abstand groß ist.

      lg Carsten

      Antworten
  2. Monika Nemeth

    21/02/2017 @ 22:47

    Guten Abend Carsten, das Tagebuch Ihrer Frau habe ich schon zum zweiten Mal gelesen und wieder sind Tränen geflossen. Sie sind ein wunderbarer Mann, was Sie geleistet haben um Ihrer Frau das Sterben zu erleichtern, Ihnen gehört ein ganz großes Lob. An dieser Stelle möchte ich auch mal die Großeltern erwähnen die sich rührend um Ihre beiden Jungen gekümmert haben während Sie bei Ihrer Frau im Krankenhaus waren.
    Ich wünsche Ihnen alles Gute und hoffe die Schmerzen in Ihrer Seele lassen einmal nach. Mit freundlichen Grüßen Monika

    Antworten

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