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Wintersonne

Ich lege mich hin in diesen Strahl der Sonne. Durch die verschmutzte Scheibe wärmt das Licht. Es ist kalt. Ich schließe die Augen. Weiß, Staub. Alles ist Staub. Einige bunte Reflexe tanzen durch das gleißende Hell. Es bleibt abstrakt. Ich versuche meinen Kopf zu leeren der so voll ist von dir. Reglos liege ich da. Schwer wie Blei. Langsam dreht sich der Planet weiter, schiebt die Sonne über den Horizont. Wenn man nur lange genug still hält nimmt man Dinge wahr die einem sonst verborgen bleiben. Es ist als ob man für einen Augenblick die Ewigkeit berührt.

A silent Landscape

In meinen Träumen begegnen wir uns neu, sind jung und frei und so voller unbändiger Begeisterung und Lebensfreude. Wir bauen gemeinsam eine neue Welt und sind einfach unbeschreiblich glücklich. Grenzenlos. Es ist ein Traum, meine Liebe. Gern würde ich ein Stück vom Traum ins Leben retten. Die Bahn der Sonne zeichnet derweil unerbittlich eine Linie in das Weiß vor meinen Augen gleich einem Schlussstrich. Ich bin begrenzt. Meine Sinne bilden eine Bühne für das Theaterstück des Lebens. Ein Fenster in diese Welt. Fremde Welt.

Was bleibt, ist das Gefühl der Einsamkeit. Das Gefühl das die Welt die mich umgibt fragil ist, bei der kleinsten Berührung durch das Schicksal in sich zusammenfällt. Und ich, ich bleibe zurück. Immer wieder. Es heißt wir bauen uns unsere Welt durch unsere Gedanken und unser Handeln. Unsere Innenwelt wie unsere Außenwelt. Meine Innenwelt ist Staub. In meiner Stille spüre ich ganz leise die Worte ich liebe dich. Sie schwingen in mir ausgesprochen unausgesprochen. Langsam aber unaufhaltsam schiebt sich die Sonne rechts aus dem Bühnenbild. Die Szene leert sich. Die Worte bleiben.

Carsten Nichte – aus Gezeitenströme

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going on

Um meinem Sohn Philipp (15) eine kleine Motivation fürs kommende Jahr mitzugeben hab ich 17 seiner Songs aus den letzten 2 Jahren auf einer CD gesammelt, mit Titeln versehen – er nummeriert sie einfach durch – und ihm flott ein Cover dafür gestaltet.  Alle Stücke sind von ihm selbst komponiert arrangiert und eingespielt. Ich muss sagen das gefällt mir. Mal reinhören? Kein Problem:

Die CD hat eine Laufzeit von ca 60 Minuten. Wer ein handgebranntes Exemplar haben will schickt mir eine Mail.   :-) Mehr von Philipp gibt es hier. Am liebsten spielt er einfach für sich selbst und meidet das große Publikum. Vielleicht ändert sich das ja noch.

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Ein neuer Raum entsteht

Ich fotografiere jetzt seit Frühjahr 2010. Dieses Jahr habe ich weniger Fotos gemacht als letztes Jahr und die Jahre davor. Vielleicht weil der erste Rausch vorbei ist und ich jetzt noch bewusster und einfach anders schaue. Fotografie war für mich immer eine Form der Begegnung mit der Welt und den Menschen und eine Suche, und daran hat sich bis heute nichts geändert. Es sind in den vergangenen Monaten einige Arbeiten entstanden mit denen ich so nicht gerechnet habe. Ich habe kein Konzept und keinen Plan, sondern bin ganz intuitiv meinem Gefühl und dem Moment gefolgt. Gerade bin ich dabei mich neu zu orientieren, weiß aber noch nicht wohin mich mein Weg zukünftig führen wird. Ich habe aber das Gefühl das meine Arbeiten einen neuen, eigenen Raum brauchen. Eine klarere Trennung vom Rest meines Schaffens und Seins.

screenshotDa die Fotografie einen immer größeren Stellenwert in meinem Leben einnimmt habe ich mich dazu entschlossen dem Thema eine eigene Webseite zu widmen. Meine Fotos präsentiere ich ab heute unter der Domain www.carsten-nichte.de, die ihr auch oben über den Menüpunkt Fotografie aufrufen könnt. Viel Spaß beim Stöbern in meinem Portfolio. Es ist dabei weniger als Sammlung meiner besten Arbeiten zu verstehen sondern als Chronologie meiner Entwicklung. Auch mein allererstes Foto „Spielplatz“ findet sich dort.

Ich freu mich über Deinen Besuch.

Carsten  :-D

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Zwei Fotografien als Reminiszenz an längst vergangene Zeiten: „the space traveller“ ist eine kleine spontane sechziger Jahre Retro-Portraitserie… wenn man bei zwei Fotos überhaupt von einer Serie reden kann :-)
the astronaut

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Der 6. Jahrestag – jederZeit

Heute ist der 6. Jahrestag. Wie immer ist diese Zeit ganz besonders. Den heutigen Abend haben wir damit verbracht uns Fotos anzuschauen und Erinnerungen auszutauschen. Die Distanz wird von Jahr zu Jahr größer, aber die Veränderungen bleiben für alle Zeiten spürbar. Dieses Fundstück bringt das für mich passend zum Ausdruck: „Some Moments“ von Botany Bay…

Einen Artikel habe ich für heute nicht vorbereitet. Es ist nicht so das mir nichts eingefallen ist, ich habe nur diesmal keinen Weg gefunden all die unterschiedlichen Gedanken in meinem Kopf zu einem Text zu verschmelzen. Statt dessen habe ich versucht ein paar Projekte zum Abschluss zu bringen:

Es gibt ist eine aktualisierte, erweiterte Fassung des Darmkrebstagebuches, das nun ein neues Layout aber weniger Fotos enthält. Begleitend dazu erstelle ich deshalb gerade ein umfangreiches Fotobuch, das allerdings noch nicht ganz fertig ist. In ein paar Wochen reiche ich es nach. :-)

Ausserdem gibt es eine Zwischenversion der Gezeitenströme, das ja immer noch in der Entstehung ist. Die Texte befinden sich jetzt schon in der finalen Reihenfolge, und auch das Format des Buches wird wohl so bleiben, an dem Konzept für die Fotografien feile ich immer noch, sodass die bisher enthaltenen Fotos nach wie vor als temporäre Platzhalter betrachtet werden dürfen.

Damit dieser Artikel nicht allzu dünn ausfällt gibt es heute die kurze Geschichte „jederZeit“. Sie ist Teil der Gezeitenströme, und auch wenn es nur eine Geschichte ist so hat sie doch irgendwie mit allem anderen zu tun:

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