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4. Jahrestag — surfing the wafe

Der 4. Jah­res­tag. Ich habe jetzt eine Pha­se in mei­nem Leben erreicht wo ich echt glück­lich bin, ein recht tur­bu­lent, chao­tisch, aus­ge­füll­tes Leben habe das ich genie­ße, auch wenn ich im Augen­blick nicht alle Aspek­te der „Ein­la­dung“ so leben darf wie ich mir das wün­sche.

Ich suche immer noch mei­nen Fokus, lebe am Limit, ohne Halt und Anker. Mache zu viel, bis an die Gren­zen der Über­for­de­rung, die manch­mal in ganz bana­len Din­gen liegt. Aber viel­leicht muss das so sein. Vie­le Men­schen glau­ben, das ich damit etwas ver­drän­ge… aber sie irren sich… Der unbe­schreib­li­che Schmerz, die Ein­sam­keit und die Stil­le — all die Din­ge für die es kei­ne Wor­te gibt sind durch mich hin­durch gegan­gen, und ich war still, und habe gelauscht, und gelernt… Was mich jetzt bewegt, ist wohl mei­ne Sehn­sucht nach Inten­si­tät, Leben und Begeg­nun­gen.
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Portraitskulptur — Von Ton zu Gips

Am vier­ten Tag erstel­len wir mit Gips eine Form von dem Ton­kopf. Dabei wird die müh­sam und in lie­be­vol­ler Klein- und Detail­ar­beit erstell­te Ton­plas­tik zer­stört — was sehr weh tut, denn schließ­lich hat man in den ver­gan­ge­nen Tagen eine Bezie­hung zu die­sem Gegen­stand auf­ge­baut. Der Ton wan­dert in den gro­ßen Vor­rats­be­häl­ter wo er dar­auf war­tet wie­der ver­wen­det zu wer­den.

Drei Wege füh­ren zu einer Form. Mit einem Zwirns­fa­den, mit klei­nen Ble­chen, oder mit Ton­strei­fen. Bei allen drei Mög­lich­kei­ten geht es um die Trenn­stel­le zwi­schen den bei­den Form­tei­len. Jede der Tech­ni­ken hat ihre vor und Nach­tei­le. Außer­dem muss ent­schie­den wer­den, wo die Trenn­li­nie ent­lang läuft. Auch der Umgang mit dem ver­wen­de­ten Gips will geübt sein. Gips hat ein sehr eigen­wil­li­ges Ver­hal­ten, und er muss sorg­sam ange­setzt und mit viel Gespür ver­ar­bei­tet wer­den. Mit einer geschick­ten Wurf­tech­nik wird der Gips auf dem Ton­kopf plat­ziert. Die Skulp­tur soll­te sich in den Umris­sen der Form wie­der fin­den.

Am fünf­ten Tag haben wir die Form mit Gips aus­ge­gos­sen, und so einen Gips­kopf erhal­ten.

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Ein Portrait der etwas anderen Art

Ein Por­trait der etwas ande­ren Art habe ich in den letz­ten Tagen erstellt. Wäh­rend bei der Kame­ra alles eine Sache weni­ger Augen­bli­cke ist, und sich die Kon­zen­tra­ti­on im Sucher auf ein zwei­di­men­sio­na­les Abbild fokus­siert, bekom­men beim model­lie­ren einer Plas­tik ganz ande­re Aspek­te Gewicht. Allei­ne drei Tage hat das erstel­len des Kop­fes aus Ton anhand eines leben­den Modells gedau­ert.

Das Modell sitzt dabei zwi­schen den Teil­neh­mern auf einem Stuhl, der sich wie­der­um auf einem gro­ßen Dreh­tel­ler befin­det.

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Ich fin­de „Home“ ist ein sehr ambi­tio­nier­ter und wich­ti­ger Film, den ich irgend­wie in der Tra­di­ti­on von Koyaa­nis­qatsi ein­ord­ne…

Wir leben in einer alles-ent­schei­den­den Zeit. Wis­sen­schaft­ler sagen uns, wir hät­ten nur 10 Jah­re um unse­re Lebens­wei­se zu ändern, um das Auf­zeh­ren von Roh­stof­fen zu ver­hin­dern und um eine kata­stro­pha­le Ent­wick­lung des Welt­kli­mas zu ver­hin­dern. Jeder Ein­zel­ne muss an die­ser gemein­sa­men Anstren­gung teil­neh­men; und um so vie­le Leu­te wie mög­lich dar­auf auf­merk­sam zu machen, habe ich den Film HOME gedreht.“ — Yann Art­hus-Bert­rand.

zum Film „Home“ auf You­tube…

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Fräulein Smillas Gespür für anderes anziehen…

Okay, die Über­schrift ist schon sehr pla­ka­tiv… Aber es geht um nichts weni­ger als eins mei­ner Lieb­lings­blogs, das heu­te Geburts­tag fei­ert, und die Über­schrift trifft so schön den Kern. Das Blog nennt sich anders-anzie­hen, und wird von San­draSmil­la Dan­kert geschrie­ben. War­um ich die­ses Blog abon­niert habe? Ein­mal bin ich sel­ber ver­mut­lich ein Fashion-Vic­tim, und fin­de es des­halb recht span­nend anzu­se­hen wie indi­vi­du­ell sich ande­re Men­schen klei­den.

Außer­dem ist es mehr als ein Foto­blog, das Foto­gra­fi­en zeigt. Es sind Begeg­nun­gen und klei­ne Geschich­ten, die sich qua­si direkt vor mei­ner Haus­tü­re Köln abspie­len. Hin­ter den spon­tan ent­stan­de­nen Por­traits war­tet so man­che fas­zi­nie­ren­de Anek­do­te, die das Foto des Men­schen in einem ande­ren Licht erschei­nen lässt. Letzt­lich ist die Kla­mot­te ja nur eine kleid­sa­me Fas­sa­de, hin­ter der sich aller­lei Lebens­ge­schich­ten und Träu­me ver­ber­gen. Das ist ein­fach span­nend zu lesen, und gibt den Foto­gra­fi­en eine zusätz­li­che Tie­fe. So viel­fäl­tig und indi­vi­du­ell die Men­schen sind, so sind auch ihre Geschich­ten… und letzt­lich ist auch immer der Umstand der Begeg­nung eine Geschich­te für sich. Das alles beschreibt Smil­la auf eine sehr per­sön­li­che, mit­rei­ßen­de Art und Wei­se. Herz­li­chen Glück­wunsch also zum Geburts­tag, und vie­le wei­te­re span­nen­de Begeg­nun­gen. Ich freu mich drauf.  :thumb:

www.anders-anziehen.blogspot.com
www.anders-anziehen.de

Das wird wohl der Auf­takt zu einer klei­nen Serie. Ich fin­de schon seit län­ge­rem immer mal wie­der span­nen­de Foto­gra­fen — oder ein­fach inspi­rie­ren­de Men­schen — rund um Köln, die ich hier in die­sem Rah­men in loser Fol­ge vor­stel­len möch­te.