Permalink

Ges­tern Abend habe ich mich erst­ma­lig ernst­haft mit Kon­zert­fo­to­gra­fie beschäf­tigt. Auf Kon­zer­ten zu foto­gra­fie­ren ist — vor allem Nachts — mit ganz beson­de­ren Her­aus­for­de­run­gen ver­bun­den. Es gibt kei­ne kon­stan­te Licht­si­tua­ti­on, die Musi­ker ste­hen in der Regel nicht ruhig her­um, und vor­ne an der Büh­ne ist es recht laut. Es gibt ver­schie­dens­te Her­an­ge­hens­wei­sen an das The­ma. Für mich ist Blit­zen Tabu, da es die gan­ze Atmo­sphä­re zer­stört, und ein Sta­tiv kommt für mich an der Büh­ne auch nicht in Fra­ge, da ich beweg­lich sein will. Licht­star­ke Objek­ti­ve sind also ein muss, und eine Kame­ra die im hohen ISO Bereich mög­lichst wenig rauscht — was mei­ne Kame­ra aller­dings lei­der macht. Einen auch bei Däm­me­rung ziem­lich treff­si­cher funk­tio­nie­ren­den schnel­len Auto­fo­kus hat sie aber schon, und der ein­ge­bau­te Bild­sta­bi­li­sa­tor ist auch hilf­reich. Mein licht­stärks­tes Objek­tiv ist eine Fest­brenn­wei­te, das an der Büh­ne nicht fle­xi­bel genug ist… ich habe es trotz­dem pro­biert, und dane­ben noch das nicht ganz so Licht­star­ke 50–200 ein­ge­setzt. Ich benut­ze recht sel­ten den Seri­en­bild-Modus, aber in die­sem Fall war er eine gute Wahl. Und letzt­lich hilft ein­fach nur Ohren­stöp­sel rein, Blen­de maxi­mal weit auf, und sehr sehr vie­le Fotos zu machen. Trotz­dem bin ich mit den Ergeb­nis­sen nicht so recht zufrie­den — und das, obwohl ich recht leicht zufrie­den zu stel­len bin :-/ . Da die ent­stan­de­nen Fotos aber haupt­säch­lich im Web, und für klei­ne­re Fly­er ein­ge­setzt wer­den, ist das Ergeb­nis trag­bar :-) …und ich hab noch viel Ver­bes­se­rungs­po­ten­ti­al für das nächs­te mal.


Wei­ter­le­sen →

Permalink

4. Jahrestag — surfing the wafe

Der 4. Jah­res­tag. Ich habe jetzt eine Pha­se in mei­nem Leben erreicht wo ich echt glück­lich bin, ein recht tur­bu­lent, chao­tisch, aus­ge­füll­tes Leben habe das ich genie­ße, auch wenn ich im Augen­blick nicht alle Aspek­te der „Ein­la­dung“ so leben darf wie ich mir das wün­sche.

Ich suche immer noch mei­nen Fokus, lebe am Limit, ohne Halt und Anker. Mache zu viel, bis an die Gren­zen der Über­for­de­rung, die manch­mal in ganz bana­len Din­gen liegt. Aber viel­leicht muss das so sein. Vie­le Men­schen glau­ben, das ich damit etwas ver­drän­ge… aber sie irren sich… Der unbe­schreib­li­che Schmerz, die Ein­sam­keit und die Stil­le — all die Din­ge für die es kei­ne Wor­te gibt sind durch mich hin­durch gegan­gen, und ich war still, und habe gelauscht, und gelernt… Was mich jetzt bewegt, ist wohl mei­ne Sehn­sucht nach Inten­si­tät, Leben und Begeg­nun­gen.
Wei­ter­le­sen →

Permalink

Portraitskulptur — Von Ton zu Gips

Am vier­ten Tag erstel­len wir mit Gips eine Form von dem Ton­kopf. Dabei wird die müh­sam und in lie­be­vol­ler Klein- und Detail­ar­beit erstell­te Ton­plas­tik zer­stört — was sehr weh tut, denn schließ­lich hat man in den ver­gan­ge­nen Tagen eine Bezie­hung zu die­sem Gegen­stand auf­ge­baut. Der Ton wan­dert in den gro­ßen Vor­rats­be­häl­ter wo er dar­auf war­tet wie­der ver­wen­det zu wer­den.

Drei Wege füh­ren zu einer Form. Mit einem Zwirns­fa­den, mit klei­nen Ble­chen, oder mit Ton­strei­fen. Bei allen drei Mög­lich­kei­ten geht es um die Trenn­stel­le zwi­schen den bei­den Form­tei­len. Jede der Tech­ni­ken hat ihre vor und Nach­tei­le. Außer­dem muss ent­schie­den wer­den, wo die Trenn­li­nie ent­lang läuft. Auch der Umgang mit dem ver­wen­de­ten Gips will geübt sein. Gips hat ein sehr eigen­wil­li­ges Ver­hal­ten, und er muss sorg­sam ange­setzt und mit viel Gespür ver­ar­bei­tet wer­den. Mit einer geschick­ten Wurf­tech­nik wird der Gips auf dem Ton­kopf plat­ziert. Die Skulp­tur soll­te sich in den Umris­sen der Form wie­der fin­den.

Am fünf­ten Tag haben wir die Form mit Gips aus­ge­gos­sen, und so einen Gips­kopf erhal­ten.

Wei­ter­le­sen →

Permalink

Ein Portrait der etwas anderen Art

Ein Por­trait der etwas ande­ren Art habe ich in den letz­ten Tagen erstellt. Wäh­rend bei der Kame­ra alles eine Sache weni­ger Augen­bli­cke ist, und sich die Kon­zen­tra­ti­on im Sucher auf ein zwei­di­men­sio­na­les Abbild fokus­siert, bekom­men beim model­lie­ren einer Plas­tik ganz ande­re Aspek­te Gewicht. Allei­ne drei Tage hat das erstel­len des Kop­fes aus Ton anhand eines leben­den Modells gedau­ert.

Das Modell sitzt dabei zwi­schen den Teil­neh­mern auf einem Stuhl, der sich wie­der­um auf einem gro­ßen Dreh­tel­ler befin­det.

Wei­ter­le­sen →

Permalink

Ich fin­de „Home“ ist ein sehr ambi­tio­nier­ter und wich­ti­ger Film, den ich irgend­wie in der Tra­di­ti­on von Koyaa­nis­qatsi ein­ord­ne…

Wir leben in einer alles-ent­schei­den­den Zeit. Wis­sen­schaft­ler sagen uns, wir hät­ten nur 10 Jah­re um unse­re Lebens­wei­se zu ändern, um das Auf­zeh­ren von Roh­stof­fen zu ver­hin­dern und um eine kata­stro­pha­le Ent­wick­lung des Welt­kli­mas zu ver­hin­dern. Jeder Ein­zel­ne muss an die­ser gemein­sa­men Anstren­gung teil­neh­men; und um so vie­le Leu­te wie mög­lich dar­auf auf­merk­sam zu machen, habe ich den Film HOME gedreht.“ — Yann Art­hus-Bert­rand.

zum Film „Home“ auf You­tube…