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Ein Hauch von Frühling

Die Galerie enthält 12 Bilder

Das war heu­te ein sehr spon­ta­nes Tref­fen zum Aus­klang eines lan­gen arbeits­rei­chen Wochen­en­des. Die Loca­ti­on hat uns fast von selbst gefun­den — ein Hin­ter­hof in Alf­ter, und das Wet­ter war ein­fach geni­al dazu. Die Kirsch­blü­te neigt sich so lang­sam dem Ende zu, wäh­rend ande­re Pflan­zen noch schla­fen. Das bil­det einen span­nen­den Kon­trast. Aus dem Tal drang lei­se Musik vom dörf­li­chen Spar­gel­fest zu uns. Der Früh­ling ist ein­fach ne schö­ne Zeit. Dank fürs foto­gra­fie­ren las­sen, lie­be Ver­i­na… :-) …für ne ver­grö­ßer­te Dar­stel­lung bit­te ankli­cken…

Wer bemerkt es? Ich habe hier mal etwas — für mich — total neu­es pro­biert in dem ich einen Ver­lauf von Mono­chrom nach Far­be ein­ge­baut, und die Serie in sich geschlos­sen habe. Dahin­ter steckt der Gedan­ke den immer wie­der­keh­ren­den Jah­res­zy­klus und das Erwa­chen der Natur nach dem eisekal­ten Win­ter anzu­deu­ten. :-)

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Fotografie zwischen Share & Like…

Den Arti­kel „Sha­re dich zum Teu­fel“ auf kwerfeldein.de habe ich heu­te Mor­gen kopf­ni­ckend gele­sen bis Genick­star­re ein­setz­te. Rüdi­ger Beck­mann spricht mir sowas von aus der See­le, spie­gelt mein Emp­fin­den und er.leben wie­der, und er ist dabei so umfas­send das eigent­lich jedes wei­te­re Wort über­flüs­sig ist. Bra­vo! Eigent­lich war ich voll, und mir fiel nix ein was ich dazu noch hät­te sagen kön­nen. Den­noch hat­te ich den Arti­kel spon­tan kom­men­tiert, und dann ließ mich das The­ma heu­te den gan­zen Vor­mit­tag nicht mehr los. Mir kamen immer mehr Gedan­ken, und so habe ich mei­nen Kom­men­tar flott zu einem eige­nen klei­nen Arti­kel aus­ge­baut:

Spielplatz

Spiel­platz

Ich stel­le mir auch öfter mal die Fra­ge was soll ich hier? Ich mag die­se Selbst­ver­mark­tung und Selbst­in­sze­nie­rung nicht, und die Art und Wei­se wie sie mir vom Inter­net auf­ge­zwun­gen wird. Den­noch neh­me ich in zurück­ge­nom­me­ner Art dar­an Teil, eben weil ich mich auch mit­tei­len mag, und ger­ne über die­se Soci­al-Com­mu­ni­ty namens Face­book in Kon­takt mit mei­nen Freun­den bin, wobei „Freund“ bedeu­tet wir ken­nen uns in der Regel per­sön­lich :-) Man bekommt schon mehr von­ein­an­der mit als auf tra­di­tio­nel­lem Wege. Ich mag die­se lose gekop­pel­te Form der Kom­mu­ni­ka­ti­on — es ist als ob man bei­läu­fig mit­be­kommt was ent­fernt leben­de Freun­de gera­de machen. Da „Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass“ nicht geht, ist der Preis dafür das Ein­las­sen auf die Regeln des Betrei­bers, das Her­aus­ge­ben per­sön­li­cher Daten und Infor­ma­tio­nen — das Akzep­tie­ren von Wer­bung, das man manch­mal mehr mit­be­kommt als man eigent­lich möch­te, und sich fühlt wie auf einem Markt zwi­schen lau­ten Markt­schrei­ern die um Auf­merk­sam­keit buh­len…

So erscheint es mir auch das die Welt dort nur noch aus Foto­gra­fen, Foto­gra­fi­en und Foto­gra­fier­ten besteht, denn das ist was mir das Inter­net mit sei­nen auto­ma­ti­sier­ten Mecha­nis­men vor­gau­kelt. Ich wer­de mit Foto­tech­nik bewor­ben, bekom­me Foto­se­mi­na­re ange­bo­ten, Foto­gra­fen schau­en Foto­gra­fi­en, ver­net­zen sich mit Foto­gra­fen liken und kom­men­tie­ren sich gegen­sei­tig. Ich fra­ge mich schon lan­ge was das soll. Die­ses Jagen nach Likes und Fol­lo­wern, die­ses „folgst du mir so fol­ge ich dir“ Spiel, die­ses „fishing for com­pli­ments“ ist nicht meins, und ich habe mich ganz schnell davon getrennt als ich gemerkt habe das die Men­schen sich nicht im gerings­ten für mei­ne Arbei­ten inter­es­sie­ren, son­dern nur auf mein „Like“ aus waren. Für mich war es okay, wenn ich jeman­dem Fol­ge dem mei­ne Arbei­ten nicht gefal­len. Dann gibt es aber auch die­se Men­schen, die einem einen Like geben mit der Auf­for­de­rung es doch im Gegen­zug gleich zu tun. Ich habe mir dann deren Arbei­ten ange­schaut und nur ein Like zurück gege­ben wenn mich die Arbei­ten ange­spro­chen haben. Der „nicht like“ wur­de aber mit sofor­ti­gem „Like-Ent­zug“ bestraft. Ich hab es nicht ein­ge­se­hen Foto­gra­fen zu „liken“ deren Arbei­ten mich nicht anspre­chen. Was nüt­zen mir 1000 Fol­lo­wer die sich nicht inter­es­sie­ren? Was nüt­zen mir Fotos in mei­ner Time­li­ne die ich nicht sehen mag? Mir ist EIN Fol­lo­wer lie­ber dem an mei­nen Arbei­ten etwas liegt. Es ist ein merk­wür­di­ges Sys­tem. Face­book, Insta­gram, Pin­te­rest und wie sie alle heis­sen sind moder­ne Tama­got­chis, deren Stream per­ma­nent gefüt­tert wer­den will, wie ein uner­sätt­li­cher Viel­fraß, und die Beloh­nung ist Auf­merk­sam­keit für einen Augen­blick. Es erscheint mir wie ein Tanz ums gol­de­ne Kalb, ein immer schnel­le­res dre­hen um sich selbst und sei­nes­glei­chen. Mir wird schwin­de­lig davon.

Für mei­nen „künst­le­ri­schen Wer­de­gang“ und mei­ne Suche nach mir selbst spielt das alles kei­ne Rol­le — aber es beein­flusst mich natür­lich posi­tiv wie nega­tiv. Auch habe ich kei­ner­lei Erwar­tung über Face­book und Co. bekannt zu wer­den. Des­halb ver­brin­ge ich auch „kei­ne“ Zeit mit der Selbst­ver­mark­tung. Sie raubt mir Zeit für die wesent­li­chen Din­ge, und ich bin als „nicht kom­mer­zi­el­ler“ Mensch ja auch nicht dar­auf ange­wie­sen. Den­noch fol­ge ich natür­lich eini­gen Foto­gra­fen und ande­ren Künst­lern, und freu mich auch über Fol­lo­wer. :-)

the dawn of summer

the dawn of sum­mer

Ich sehe es so das die­se Suche nach dem eige­nen Aus­druck, nach dem Sinn, nach dem was in mir brennt und irgend­wie raus will nichts damit zu tun hat in wie vie­len Com­mu­nities ich prä­sent bin, wie vie­le Leu­te mich dort ken­nen, und wie vie­le Likes und Kom­men­ta­re unter mei­nen Fotos ste­hen. Mir ist egal ob jemand mei­ne Arbei­ten mag, aber ich freue mich selbst­re­dend wenn sie jeman­dem gefal­len. Manch­mal mag ich sie sel­ber nicht aber ich fin­de viel­leicht den­noch etwas beson­de­res dar­in, und wun­de­re mich was sich da Bahn bricht. Immer wie­der ent­spricht das auch unse­ren Seh­ge­wohn­hei­ten und dem was mir über­all an Bil­dern begeg­net — was ich dann auch als lang­wei­lig und schon tau­send­fach gese­hen emp­fin­de. Manch­mal auch nicht, und dann mer­ke ich das ich etwas für mich beson­de­res geschaf­fen habe und viel­leicht auf mei­nem Weg ein Stück wei­ter gekom­men bin. Manch­mal ste­he ich auch auf der Stel­le und bin ein­fach blind, und so bin ich halt mein eige­ner Pfad­fin­der, und so doku­men­tie­re ich hier mei­nen Weg.

Manch­mal den­ke ich: „Je mehr Fotos ich mir von ande­ren Men­schen anschaue, je mehr ande­ren Men­schen ich fol­ge, des­to weni­ger fol­ge ich mir sel­ber“. Manch­mal frus­triert die­ses Umschau­en auch. Zum Bei­spiel wenn die eige­ne Bild­idee, oder eine Stim­mung schon irgend­wo auf der Welt viel per­fek­ter und beein­dru­cken­der, spek­ta­ku­lä­rer, inten­si­ver, gefühl­vol­ler, tref­fen­der umge­setzt wur­de. Das glo­ba­le Dorf Inter­net emp­fin­de ich dann als Fluch und Segen zugleich — weil das Umschau­en, das Betrach­ten einer Foto­gra­fie, einer Skulp­tur, eines Gemäl­des, oder eines Tex­tes ja auch einen neu­en Fun­ken ent­zün­den kann. Man kann sich dar­an reflek­tie­ren und sich inspi­rie­ren las­sen, aber auch über­for­dern. Das Inter­net ist wie ein Schleif­stein, und es besteht die Gefahr das der eige­ne ganz indi­vi­du­el­le und so wert­vol­le Blick­win­kel geschlif­fen wird bis nichts mehr von ihm übrig ist. Manch­mal ist weni­ger mehr. Das Inter­net ist eine gigan­ti­sche, über­bor­den­de, über­for­dern­de Inspi­ra­ti­ons­quel­le. Es eröff­net einem neue Wel­ten, aber es führt einem auch die eige­ne Limi­tie­rung vor Augen. Die Kunst ist sich nichts dar­aus zu machen.

put your dreams in a box

put your dreams in a box

Bei die­sem geschäf­ti­gen Lärm und die­ser Über­do­sis an Kunst um mich her­um fällt es mir oft nicht leicht mich zu redu­zie­ren, in mich her­ein zu lau­schen und drau­ßen vor der Haus­tü­re zu schau­en wer und was mich umgibt und was ich davon für mei­ne Arbei­ten und mei­nen Weg nut­zen kann, um dann unab­hän­gig davon ob es der Welt gefällt oder nicht, etwas zu gebä­ren. „Kunst“ kann es — wenn über­haupt — für mich aber erst dann wer­den, wenn es mir gelingt das eige­ne Gefühl zum Betrach­ter zu trans­por­tie­ren… oder halt ein ande­res. Was letzt­lich Kunst ist, und was eine „ordi­nä­re“ Foto­gra­fie ent­schei­det letzt­lich jeder Betrach­ter indi­vi­du­ell für sich. Inspi­ra­ti­on hat für mich auch immer was mit Intui­ti­on, Auf­merk­sam­keit und Kon­zen­tra­ti­on zu tun — und all das wird durch das Inter­net zer­streut. Es befreit unge­mein sich dem sozia­len Druck „gefal­len wol­len“ zu müs­sen, und likes zu sam­meln nicht zu beu­gen. Ich mer­ke aber auch das mir Foto­kur­se nichts (mehr) nüt­zen in mei­ner Ent­wick­lung, das das was ich suche jen­seits tech­ni­scher Per­fek­ti­on, der puren Abbil­dung, Model­po­sen, und schrä­gen nie gese­he­nen Insze­nie­run­gen liegt. Ich habs aber noch nicht gefun­den, und des­we­gen bleibt die Foto­gra­fie auch wei­ter­hin ein span­nen­der Weg für mich, inclu­si­ve aller Feh­ler, Irr­we­ge und Neben­schau­plät­ze. :thumb:

Einen schö­nen Tag für euch… Habt´s gut!

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Natha­lie & Damir haben heu­te gehei­ra­tet. Es gab schat­ten­los son­ni­ge Tem­pe­ra­tu­ren, ein Stan­des­amt in Düs­sel­dorf mit Bau­stel­le, und eine tol­le Fei­er im Hotel Gut Höh­ne in Mett­mann. Hat Spaß gemacht euch zu beglei­ten. Dan­ke! :-D


Wei­ter­le­sen →

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Nachtschwärmer

Die Galerie enthält 4 Bilder

Was macht man als ava­li­ble-light Foto­graf in der Nacht? :-) Okay, das war jetzt ne rhe­to­ri­sche Fra­ge. Es ist aller­dings Foto­gra­fie im Grenz­be­reich, und die Ergeb­nis­se ent­spre­chen nicht dem was Hoch­glanz­port­fo­li­os nor­mal bie­ten — jeden­falls bei mir nicht. Für mich bedeu­tet das Licht­quel­len in der Nacht nut­zen, har­te Kon­tras­te, die ISO Emp­find­lich­keit über den akzep­ta­blen Arbeits­be­reich hin­aus bis zum Anschlag auf­zu­dre­hen — Rau­schen als Bild­be­stand­teil zu akzep­tie­ren — oder sogar als bewusst Stim­mungs- und Aus­drucks­mit­tel zu nut­zen, und den Bild­sta­bi­li­sa­tor zu akti­vie­ren. Es könn­te auch bedeu­ten ein Sta­tiv zu benut­zen aber es ist mir zu sta­tisch und zu fum­me­lig damit mei­nen Blick­win­kel zu fin­den. Ich wür­de jeden Augen­blick ver­pas­sen… ich lie­be es nun mal beweg­lich zu sein. Es könn­te auch bedeu­ten einen Blitz zu benut­zen, aber blit­zen stört mir die Stim­mung zu sehr. Was mir bleibt ist eine ruhi­ge Hand zu haben und vor dem Aus­lö­sen den Atem anzu­hal­ten, und mit einem Men­schen zu foto­gra­fie­ren der die hohe Kunst beherrscht zur Salz­säu­le zu erstar­ren :-)

Eigent­lich sind wir spon­tan los­ge­zo­gen um in der Bon­ner Alt­stadt die Kirsch­baum­blü­te zu bewun­dern und zu foto­gra­fie­ren. Als wir ein­tra­fen war die blaue Stun­de lei­der schon vor­bei — alles ober­halb der Stra­ßen­la­ter­nen lag im dunk­len, und die Blü­ten waren sowie­so noch nicht voll­stän­dig geöff­net — das dau­ert wohl noch ein paar Tage. Also haben wir impro­vi­siert, ein paar Stre­et­fo­tos gemacht und uns dann auch alte Stumm­film Gru­sel­klas­si­ker mit ihrer thea­tra­li­schen Mimik und über­zo­ge­nen Ges­tik zum Vor­bild genom­men. :-) War auf jeden Fall ein lus­ti­ger Abend. Dan­ke lie­be Anja das du mich so spon­tan beglei­tet hast.

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Frühlings.Lock.Gedicht: Oh Frühling where art thou?

Irgend­wie lässt der Früh­ling immer noch auf sich war­ten, die Zwi­schen­zeit dau­ert an. Zeit dage­gen etwas zu tun, und dem Früh­ling auf die Sprün­ge zu hel­fen. Ich ver­su­che es — ange­regt durch die Akti­on frühlings.gedicht.blog.parade von Sybil­le mit Y — mit einem 5 Minu­ten Gericht.Gedicht. Mal sehen ob es hilft den Früh­ling her­vor zu locken.

"A window to the the truth of life, where the mind rest and the light's comprehension will be the only thing that will shine" - Sebastian Sanchez (thank you)

A win­dow to the the truth of life, whe­re the mind rest and the light’s com­pre­hen­si­on will be the only thing that will shi­ne“ — Sebas­ti­an San­chez about this Pic­tu­re (I love this state­ment, thank you)

Kurz auf­ge­kocht, hier ist er also mein Schüt­tel­reim:

Der Früh­ling und der Win­ter, das warn zwei schö­ne Kin­der, die kön­nen es nicht las­sen nen Scha­ber­nack zu machen. Drum las­sen sie uns hän­gen, zwi­schen Laub und Käl­te­zwän­gen. Ver­ste­cken sich mit Won­ne, das ist doch für die Ton­ne. Der Som­mer sucht die bei­den, er kann das auch nicht lei­den. So hängt der Mensch jetzt rum, und guckt ver­dutzt und dumm. Die Jah­res­zei­ten sind mal weg, jetzt haben wir den Dreck: Nix sprießt nix wächst, die Son­ne brennt auf brau­nes Laub, so bleibt die Jah­res­zeit ver­saut. Komm raus und lass es end­lich sprie­ßen, und Schluss ist mit ver­drie­ßen! Früh­ling du Kotz­bro­cken wie kön­nen wir dich locken? Viel­leicht mit Wor­ten die wir sagen, oder tan­zen in den Tagen?… Sol­len wir dir was kochen, oder schlicht froh­lo­cken? Brauchst du eine Wurst, oder hast du ein­fach Durst? Viel­leicht hast du’s auch nur ver­ges­sen und liegst noch in den Bet­ten, ver­pennt und auch ver­peilt, nach der lan­gen Win­ter­zeit. Wir könn­ten das ver­ste­hen, lässt du dich lang­sam sehen. Früh­ling du alter Socken, nu lass uns end­lich rocken. — (Oh Früh­ling whe­re art thou? Geschüt­telt von Cars­ten Nich­te)

Have a nice day, und das Schüt­teln nicht ver­ges­sen :-D

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